Neuer Energiewenderechner zeigt Stand und Potenziale auch in Baden-Württemberg
- „Energiewenderechner“ vorgestellt: Das digitale Tool bildet die Energiewende bis auf Land- und Stadtkreisebene ab und unterstützt die Planung vor Ort.
- Die KEA-BW hat das Projekt begleitet und unterstützt. Auch für Baden-Württemberg stehen aktuelle Daten zum Ausbau erneuerbarer Energien auf Kreisebene bereit.
- Webinar am 8. Oktober: Mitarbeitende der Kreise erfahren, wie sie den Energiewenderechner für ihre Arbeit nutzen können.
Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) und das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE haben am 15. September 2026 den „Energiewenderechner“ vorgestellt. Das neue digitale Tool macht die Energiewende in Deutschland bis auf Land- und Stadtkreisebene sichtbar und so besser planbar. Auch für Baden-Württemberg liegen aktuelle Daten auf Kreisebene vor. So lässt sich der Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort besser vorantreiben. Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) hat das Projekt gemeinsam mit weiteren Landesenergieagenturen fachlich begleitet und maßgeblich unterstützt. Am 8. Oktober zeigt ein Webinar, wie Mitarbeitende der Kreise das Tool nutzen können. Unterstützung bei Themen rund um den Ausbau von Windenergie und Photovoltaik gibt es auch bei der KEA-BW und den regionalen Energieagenturen.
Die Energiewende stellt Land- und Stadtkreise, Netzbetreiber, Projektierer und Politik vor komplexe Planungsaufgaben. Der BEE-Energiewenderechner soll dabei helfen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und eine gemeinsame Datengrundlage für die regionale Energiewendeplanung zu schaffen. Er ist auf den Seiten des Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE) zu finden: www.bee-ev.de/themen/fachthemen/energiewenderechner.
Rechner verknüpft Ist-Daten zu Energieerzeugung und -bedarf mit Prognosen
Das kostenlose Online-Tool bietet eine frei navigierbare Karte aller deutschen Land- und Stadtkreise. Es verknüpft aktuelle Daten zu Energieerzeugung und Energiebedarf mit Prognosen zur weiteren Entwicklung. Verschiedene Szenarien lassen sich simulieren und miteinander vergleichen. Im Fokus steht der Stromsektor, der auf der Verbrauchsseite mit Wärme und Verkehr gekoppelt wird.
Damit ermöglicht der Energiewenderechner einen Blick auf die Energiewende aus unterschiedlichen Perspektiven: von einzelnen Land- bzw. Stadtkreisen und Regionen bis hin zum Gesamtbild für Deutschland. So können beispielsweise Erzeugung, Verbrauch und Flexibilität gemeinsam betrachtet und regionale Zusammenhänge besser aufgezeigt werden.

Bildquelle: Sabrina Otteny/KEA-BW
KEA-BW und weitere Landesenergieagenturen unterstützen das Projekt
Die KEA-BW ist gemeinsam mit der Mehrzahl der Landesenergieagenturen der anderen Bundesländer am Projekt des BEE beteiligt und hat die Entwicklung des Energiewenderechners begleitet und unterstützt. Ziel ist es, den Rechner auch für die strategische Energiewendeplanung auf Ebene der Land- und Stadtkreise nutzbar zu machen.
Bei einer breiten Nutzung kann das Tool zudem dazu beitragen, ein besseres Bild des Planungsstands in den Regionen zu gewinnen und diesen mit den landes- und bundesweiten Ausbauzielen abzugleichen.
Detaillierte Vorstellung des Rechners und seiner Funktionen am 8. Oktober
Wer den Energiewenderechner und seine Anwendungsmöglichkeiten näher kennenlernen möchte, kann am 8. Oktober 2026 von 10:00 bis 11:30 Uhr an einem kostenlosen Online-Webinar der KEA-BW teilnehmen. Dr. Matthias Stark vom BEE stellt das Tool vor und zeigt anhand praktischer Beispiele, wie Land- und Stadtkreise den Energiewenderechner für ihre Planung nutzen können.
Das Webinar richtet sich insbesondere an Mitarbeitende von Landratsämtern und Stadtkreisverwaltungen, die sich mit Energiewendeplanung beschäftigen, sowie an regionale Energie- und Klimaschutzagenturen.
